Etappe 1

Rund um den Tegernsee

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende

Motto des Tages: Schon nach der Tour am Tegernsee taten uns die Füße weh!

Bei fast 30°C haben wir heute die erste Etappe unserer Alpenüberquerung gestartet. Nach einer ganz passablen Anreise — mit einigen Staus auf dem Mittleren Ring in München — haben wir unseren Ausgangsort für den Alpencross, Bad Wiessee am Tegernsee, heute Mittag gegen 12:00 Uhr erreicht.

Nach kurzem Einchecken im Hotel Alpensonne haben wir unseren mobilen Untersatz auf einem Waldparkplatz irgendwo im Nirgendwo abgestellt und sind von dort aus losgezogen — zunächst zur Bushaltestelle, um zum eigentlichen Startpunkt unserer Reise in Gmund am Tegernsee zu gelangen. Nach einer kleinen Verzweiflungsattacke, da uns vom Hotel nur eine Gästekarte für den Bustransfer ausgehändigt worden war (natürlich Thidos), hatte der Busfahrer aber ein Einsehen und nahm uns trotzdem beide mit.

Nach einer Stärkung in Gmund — Avocado-Brot und Omelett in einem kleinen gemütlichen Café mit modernem Service — starteten wir unsere eigentliche Wanderung auf dem malerischen Höhenweg von Gmund nach Tegernsee. Die Hitze war anfangs eine echte Herausforderung, aber nach ein paar Kilometern führte der Weg in einen schattigen Wald, und von da an war es gut auszuhalten. Immer wieder unterbrochen von phantastischen Ausblicken auf den Tegernsee und die Berge dahinter.

Das Bräustüberl in Tegernsee — unser erstes Ziel — war allerdings eine Enttäuschung. Wir hatten uns ein kleines, rustikales Gasthaus vorgestellt, stattdessen erwartete uns ein riesiger Biergarten mit hunderten von Plätzen, von denen fast alle belegt waren. Also sind wir einfach weitergewandert und haben unsere wohlverdienten Belohnungsgetränke direkt am Überführer eingenommen — einer 500 Jahre alten Ruderfähre, die ihresgleichen sucht. Mit dieser setzten wir dann von Tegernsee nach Rottach-Egern über, wobei uns der Ruderer in tiefstem Bairisch die Besonderheiten der Überfahrt erklärte.

Von dort ging es dann weiter mit der Seelinie D zurück nach Bad Wiessee, wo wir anschließend unterschiedlichen Entspannungsstrategien nachgingen — Thido: Schlafen, Carsten: Spa & Sauna.

Den krönenden Abschluss bildete ein Abendessen im Gasthof Post: Schweinswürstl, Roastbeef, Salat, Bratkartoffeln und ein würziges bayerisches Kellerbier — besser hätte der erste Tag kaum enden können.

Und jetzt steht noch das Fußballspiel Deutschland gegen die Elfenbeinküste an. 🍺⚽

Tipps & Hinweise

Gästekarte sofort für ALLE einfordern

Beim Check-in unbedingt darauf bestehen, dass jeder Mitreisende eine eigene Gästekarte bekommt — damit ist der Bustransfer im gesamten Tegernsee-Tal kostenlos. Wir hatten nur eine Karte (Thidos), was fast zu einem Problem wurde. Der Busfahrer war kulant — darauf verlassen sollte man sich aber nicht.

Bräustüberl: Erwartungen herunterschrauben

Wer sich ein kleines, rustikales bayerisches Wirtshaus vorstellt, wird enttäuscht sein. Das Bräustüberl ist ein riesiger, stark frequentierter Biergarten — besonders an heißen Sommerwochenenden proppenvoll. Wer Ruhe und Atmosphäre sucht, läuft einfach weiter.

Der Überführer ist das eigentliche Highlight

Die 500 Jahre alte Ruderfähre zwischen Tegernsee und Rottach-Egern ist ein echtes Erlebnis — und der perfekte Ersatz für das Bräustüberl. Getränke direkt am Wasser, kaum Touristen, und ein Ruderer der in tiefstem Bairisch Geschichten erzählt. Unbedingt einplanen.

Bei Hitze: Die ersten Kilometer sind die härtesten

Der Höhenweg beginnt in der prallen Sonne. Nach zwei bis drei Kilometern führt die Route in schattigen Wald — durchbeißen lohnt sich. Genug Wasser mitnehmen, Sonnencreme nicht vergessen, früh starten wenn möglich.

Parken: Waldparkplatz statt Hotel

Das Hotel Alpensonne hat keinen eigenen großen Parkplatz — wir haben das Auto auf einem kleinen Waldparkplatz in der Nähe untergebracht. Kein Problem, aber nichts für alle, die ihr Auto im Auge behalten möchten.

Abendessen: Gasthof Post empfehlenswert

Gute bayerische Küche, faire Preise, angenehme Atmosphäre — eine klare Empfehlung für den ersten Abend in Bad Wiessee.

Seelinie D: Die entspannte Rückfahrt

Von Rottach-Egern bringt die Seelinie D bequem zurück nach Bad Wiessee — Fahrplan vorab checken, die Boote fahren nicht allzu häufig.

Fotos

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